REGELUNG ZUR EINSCHRÄNKUNG VON SUBSTANZEN IN MATERIALIEN UND GEGENSTÄNDEN, DIE MIT LEBENSMITTELN IN BERÜHRUNG KOMMEN


Paragraph 5 der Verordnung 1935/2004 (EG) schreibt vor, dass die Materialien und Gegenstände, die in Kontakt mit Nahrungsmitteln treten, durch Vorgaben spezifiziert sein müssen.

Die Kunststoffmaterialien und -gegenstände müssen zum Beispiel im Einklang mit der Richtlinie 2002/72 (EG) sein. Jedoch wurde keine spezifische Richtlinie für alle Materialien und Artikel entworfen, die unter die Verordnung 1935/2004 (EG) fallen. Deshalb hat die vorgeschlagene Richtlinie den Zweck, die noch nicht regulierten Materialien und Gegenstände abzudecken.

Insbesondere betrifft die Richtlinie den Einsatz von Weichmachern, die mit fetthaltigen, nicht-fetthaltigen Lebensmitteln und mit Säuglingsnahrung in Berührung kommen. Folgende Punkte müssen hervorgehoben werden:

 

  • Der Einsatz von Estern der Phthalsäure (Diethylhexyl DEHP, Diisononyl DINP, Diisodecyl DIDP, Dibutyl DBP, Benzylbutyl BBP) als Weichmacher bei Materialien und Artikeln, die in Kontakt mit fetthaltigen Lebensmitteln treten, ist nicht zugelassen;

  • Der Einsatz dieser Ester in Gegenständen wie Deckeln mit weichmacherhaltigen PVC-Dichtungen, die zum Verschließen von Behältern für Säuglingsnahrung oder Folgenahrung bestimmt sind, ist nicht zugelassen;

  • Der Einsatz dieser Ester in Materialien und Artikeln für den Kontakt mit nicht-fetthaltigen Lebensmitteln mit verschiedenen SMLs, ist auf Grund der kürzlichen Sicherheitsbeurteilung durch die EFSA zugelassen;

  • Der Einsatz von epoxidiertem Sojaöl ist mit einem spezifischen Migrationsgrenzwert von 30 mg/kg Nahrungsmittel bei der Verwendung in Materialien und Gegenständen für Säuglings- und Folgenahrung zugelassen;

  • Der Einsatz von epoxidiertem Sojaöl in jedem beliebigen anderen Material oder Artikel in Kontakt mit fetthaltigen oder nicht-fetthaltigen Lebensmitteln ist zugelassen, vorausgesetzt, dass die globale Migrationsgrenze von 60 mg/kg Lebensmittel eingehalten wird

 

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