DRUCKDATEN


Zur Erstellung der Zylinder benötigt die Druckerei reprofähige Druckdaten. Die Repro muss die Druckdaten für das jeweilige Druckverfahren drucktechnisch aufarbeiten. Dabei werden Über-/Unterfüllungen (minimale Verbreiterung aneinanderstoßender Farbflächen zur Vermeidung von Blitzern bei Passerungenauigkeiten), Unterfarbenreduzierung (gleiche Anteile Cyan, Magenta u. Gelb, die übereinander gedruckt einen Grauwert ergeben, werden z. T. durch Schwarz ersetzt, um Farbe zu sparen und Druckschwierigkeiten durch zu hohen Farbauftrag zu vermeiden), Rasterverläufe (die Rasterverläufe werden an das entsprechende Druckverfahren angepasst), usw. für das entsprechende Druckverfahren optimiert. Unter anderem müssen beim transparenten Druckmedium eine Weißhinterlegung zusätzlich eingebaut werden. Zudem wird das Druckbild laut der Maschinenzeichnung von der Verpackungsmaschine aufgeteilt und dementsprechend eingepasst.

Um diese Vorgaben alle bearbeiten zu können, muss das Druckbild bearbeitbar sein. Damit das Druckbild bearbeitbar ist, muss es in einem professionellen Programm (also speziell für Repro-Arbeiten) erstellt worden sein. In der Regel werden die Daten von dem im Grafik-Bereich sehr stark vertretenen Macintosh-Betriebssystem übernommen. Hier kommen Programme wie Freehand,  Illustrator und Quark XPRess zum Einsatz, welche zusätzlich über die Programmversion abgestimmt werden müssen.

Druckdaten, welche in dem  inzwischen weit verbreiteten Dateiformat PDF (Portabel Document Format) erstellt bzw. übertragen werden sind unbrauchbar. Sie können drucktechnisch nicht bearbeitet werden. Dadurch können die erforderlichen Optimierungen an den Druckdaten nicht durchgeführt werden. Zudem sind Bilder im RGB-Format oder mit niedriger Auflösung zwar hervorragend für den Einsatz im Internet und für Office-Anwendungen geeignet, genügen aber keinesfalls den Qualitätsanforderungen der Druckvorstufe. Im PDF nicht eingebettete Schriften werden falsch dargestellt oder gar gänzlich durch andere Fonds ersetzt.

Im Bereich des Offsetdrucks können solche Daten teilweise verwendet werden. Da aber beim Flexo- bzw. Kupfertiefdruck ein komplett anderes Druckverfahren zum Einsatz kommt, sind diese Daten nicht verwendbar.