AUFDRUCK


Dem Begriff Aufdruck begegnet man häufig im Bereich flexibler Verpackungen. Beim Aufdruck ist die Rede von einer bestimmten Drucktechnik, mit der Verpackungsfolien gestaltet werden.
Die Begrifflichkeit Aufdruck kommt daher, dass man ein Design, Logo oder einen Text auf die Folienoberfläche druckt. Der Aufdruck (Frontaldruck) ist im Flexodruck-Verfahren oder im Kupfertiefdruck-Verfahren möglich.

I.d.R. wird der Aufdruck bei coextrudierten Mehrschichtfolien (z.B. PA/PE) bzw. bei Monofolien im Lebensmittelbereich angewandt. Im Vergleich zum Zwischenlagendruck, bei dem der Druck in zwei Folienschichten eingebettet wird, kann bei vorgenannten Folientypen nicht in die Zwischenlage gedruckt werden, da der Druckträger nicht mehr kaschiert wird. Insbesondere bei coextrudierten Mehrschichtfolien ist der Aufdruck eher als nachteiliger zu bewerten, da die Oberfläche teils gepudert (ungleichmäßige Farbflächen) und mit zunehmender Folienstärke auch uneben sein kann, das Druckbild weniger glänzt, aber vor allem nicht vor mechanischen Einflüssen wie Kratzen oder Abrieb geschützt ist.

Der Aufdruck muss bei Food-Anwendungen stets auf der dem Produkt abgewandten Folienseite aufgebracht werden (Druckfarben dürfen nicht unmittelbar mit dem Produkt in Berührung kommen). Das bedeutet, dass der Aufdruck in diesem Falle auf der Außenseite der Verpackung platziert werden muss.

Der Aufdruck bei Non-Food-Anwendungen kann im Konterdruckverfahren erfolgen. Beim Konterdruck wird das Druckbild auf der Innenseite der Folie (zum Produkt hin gewandt) angebracht. Somit ist es zumindest geschützt und die darüber liegende Folienschicht verleiht dem Druck Glanz. Der Konterdruck ist auch eine Form des Aufdruckes, hier wird das Druckbild jedoch - anders als beim frontalen Aufdruck - in umgekehrter Reihenfolge aufgebaut. So wird beispielsweise beim frontalen Aufdruck mit der Weißunterlegung begonnen, die restlichen Druckfarben werden anschließend aufgebracht, beim Konterdruck geschieht dies in genau umgekehrter Reihenfolge.