TEMPERATURBESTÄNDIGE FOLIE


In Abhängigkeit von dem zu verpackenden Produkt und der gewünschten Haltbarkeit werden temperaturbeständige Folien in Mono- oder Mehrschichtstrukturen hergestellt.

  • Das Produktspektrum umfasst Folien für Pasteurisierung und Sterilisierung sowie Folien für die Herstellung von mikrowellen- und ofengeeigneten Verpackungen für Fertiggerichte und Tiefkühlkost.
  • Temperaturbeständige Folien sind in opaken Farben erhältlich und auf herkömmlichen Tiefziehmaschinen verarbeitbar.

Temperaturbeständige Folien sind ideale Verpackungslösungen für:

  • Fast Food
  • Fischprodukte
  • Heißabfüllung
  • Mikrowellengeeignete Schalen
  • Ofengeeignete Schalen
  • Backwaren
  • Heiße Sandwiches
  • Fertiggerichte

Info: Hitzekonservierung von Lebensmitteln

Pasteurisieren / Kochen / Sterilisieren


Steril bedeutet:

  •  keimfrei, d.h. frei von Mikroorganismen und Viren

Mit Sterilisation (auch: Sterilisierung) bezeichnet man Verfahren, durch die Materialien, Gegenstände von lebenden Mikroorganismen befreit werden.

Bei der Sterilisation eines Produktes, einer Produktverpackung (z.B. Lebensmittel, Pharmazeutika), eines Gerätes (z. B. Endoskop) oder einer Lösung werden (im Idealfall) alle enthaltenen Mikroorganismen und deren Sporen abgetötet, sowie Viren, Prionen (infektiöse Proteine), Plasmide und andere DNA-Fragmente zerstört.

Um Lebensmittel länger haltbar zu machen, werden verschiedene thermische Behandlungen wie Pasteurisieren, Kochen oder Sterilisieren angewendet. Dies kommt auch bei der Folienverpackung zur Anwendung, indem die fertigen Packungen entweder pasteurisiert, gekocht oder sterilisiert werden. Gemessen werden die Temperaturen immer im Kern der Packung (Kerntemperatur), um sicherzustellen, dass die erforderliche Temperatur überall im Produkt erreicht worden ist.

Folgende Definitionen werden verwendet:

Pasteurisieren:

Unter Pasteurisation versteht man die kurzfristige Erhitzung von Lebensmitteln unter 100 °C. Hier werden bereits sehr viele Mikroorganismen, welche für den Verderb der Lebensmittel verantwortlich sind, abgetötet.
Das Verfahren geht auf den französischen Chemiker Luis Pasteur zurück, welcher entdeckt hatte, dass mit diesem Verfahren die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängert werden kann.
Die Pasteurisationzeiten werden je nach Produkt unterschiedlich gehandhabt.
Als Folienmaterial sind Verbundfolien mit einer Polyethylen-Siegelschicht ausreichend, wie z.B. PA/PE, PET/PE. Zusätzlich sollte aber die Kleberschicht für diese Anwendung geeignet sein, um eine Delamination zu vermeiden.
In der Praxis werden diese Packungen mit einem Kochschrank oder im Wasserbad pasteurisiert. Auf eine Gegendrucksteuerung wird in der Regel verzichtet.

Kochen:

Kochen ist identisch mit einer Pasteurisation, allerdings wird hier mit Temperaturen von über 100 °C gearbeitet. Die Kochzeiten sind je nach Produkt unterschiedlich. Als Materialkombination können hier Verbundfolien mit einer speziellen PE-Siegelschicht (z.B. PA/PE, PET/PE, usw.) oder mit einer Polypropylen-Siegelschicht (z.B. PA/PP, PET/PP, usw.) eingesetzt werden. Auch hier muss die Kleberschicht für diese Temperaturen geeignet sein.
Diese Packungen werden auch mit einem Kochschrank oder im Wasserbad gekocht. Auf eine Gegendrucksteuerung wird in der Regel verzichtet.

Sterilisieren:

Eine Sterilisation ist das Verfahren welches eingesetzt wird, um eine vollständige Abtötung von lebenden Mikroorganismen zu erreichen. Da dies in der Praxis nie vollständig erreicht wird, wird eine größtmögliche Abtötung angestrebt.
In der Lebensmittelindustrie wird eine Sterilisation in der Regel mit Hitze erreicht. Hierbei wird eine Temperatur von 121 °C über eine bestimmte Dauer vorausgesetzt. Die Sterilisationszeiten variieren nach Produkt und Erhitzungsverfahren.
Bei diesen hohen Temperaturen kommen ausschließlich Verbundfolien mit einer Polypropylen-Siegelschicht zum Einsatz, wie z.B. PA/PP, PET/PP, usw. Da Polypropylen eine viel höherer Schmelztemperatur besitzt wie Polyethlen, können diese Folien eine sichere Verpackung gewährleisten.
Üblicherweise werden für dieses Erhitzungsverfahren so genannte Autoklaven eingesetzt. Die Autoklaven arbeiten mit Wasserdampf und mit Gegendruck. So können die hohen Temperaturen erreicht werden und die Packung wird durch den Gegendruck nicht so stark deformiert.

Andere Formen des Sterilisierens findet man häufig im medizinischen Bereich. Hier findet man häufig folgende Sterilisationsmethoden:

Gammasterilisation:

Bei dieser Sterilisationsmethode wird das fertig verpackte Produkt mit Gammastrahlen beaufschlagt. Die Gammastrahlen töten alle Mikroorganismen in der Verpackung ab und das Produkt ist steril. Diese Art der Sterilisation stellt keine besonderen Ansprüche an das Folienmaterial. Hier kommen Verbunde wie PET/PE, PA/PE, usw., welche eine Polyethlen-Siegelschicht besitzen, zum Tragen. Als Deckelfolie wird ein so genanntes medizinisches Papier oder Tyvek-Papier eingesetzt, welches einen atmosphärischen Ausgleich in der Packung ermöglicht ohne, dass Mikroorganismen eindringen können.

ETO-Sterilisation:

Ethylen Oxid Sterilisation ist eine Gassterilisation, wobei das Gas in die Packung eindringt und die Mikroorganismen chemisch inaktiviert. Die Packungen werden in einem Druckbehälter dem Sterilisationsgas über mehrere Stunden ausgesetzt, damit das Sterilisationsgas sich in der Packung gleichmäßig verteilen kann. Dabei werden die Packungen mit einer leichten Temperaturerhöhung auf 42°C-55 °C beaufschlagt.
Für diese Anwendungen werden wiederum Verbunde mit einer Polyethlen-Siegelschicht, wie PA/PE, PET/PE, usw. verwendet. Als Deckefolie wird in der Regel medizinisches Papier oder Tyvek verwendet, damit das Sterilisationsgas leichter in die Packung eindringen kann. Zusätzlich ermöglicht dieses Papier einen atmosphärischen Ausgleich in der Packung ohne, dass Mikroorganismen eindringen können.

 

Die thermischen Nachbehandlungen wie pasteurisieren, kochen oder sterilisieren erfordern von der Folienverpackung spezielle Eigenschaften. Der Folienverbund muss auf die entsprechende Methode (Pasteurisation, Kochen oder Sterilisation) ausgelegt sein, um zu gewährleisten, dass die Packung nach dem Erhitzungsverfahren unbeschädigt bleibt.

 

 

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